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BUND-Position „Rheinpassagen im Welterbe Oberes Mittelrheintal“


Grundsätze:

    • Man soll den Rhein jederzeit an vielen Stellen, schnell, gut und kostengünstig, wenn möglich sogar kostenlos queren können. Dies soll sowohl zu Fuß, mit dem Fahrrad als auch mit dem Kraftfahrzeug möglich sein. Sowohl für Pendler, Zulieferer, Touristen und alle Einwohner im Rheintal ist dies wichtig.
    • Die Fähren sind Bestandteil des Welterbes Mittelrhein und als solche zu erhalten. Sie sind eine touristische Attraktion
    • Der Welterbestatus (Weltkultur- und Weltnaturerbe) darf nicht in Frage gestellt werden.
    • Die Lösungen sollen schnell umsetzbar und flexibel sein.
    • Die einsetzbaren Finanzmittel sollten für möglichst viele Maßnahmen zur Verfügung stehen und nicht in einem Projekt langfristig gebunden werden.
    • Investitionsanreize müssen an vielen Stellen gesetzt werden.


    Lösungsansätze

    Wir müssen der Finanzlage der öffentlichen Haushalte Rechnung tragen. Geld wird auf absehbare Zeit ein knappes Gut bleiben.

    Das Mittelrheintal braucht aber auch unter diesen Bedingungen eine schnelle Lösung, die hinsichtlich Marketing- und wirtschaftlichen Gesichtspunkten dem Alleinstellungsmerkmal gerecht wird.

    Um diesen Bedingungen gerecht zu werden, fordern wir,

    die Fähren im Bereich des Welterbes Oberes Mittelrheintal zum Bestandteil der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur und dadurch für den Nutzer kostenlos zu machen.

    Der BUND unterbreitet folgenden Vorschlag zur direkten Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzeptes:

    • Die kostenlose Fährnutzung soll nur dort gefördert bzw. zugelassen werden, wo die Fähren Bestandteil eines Welterbes sind.
    • Die Fährnutzung für die Bewohner der Verbandsgemeinden, in deren Bereich Fähren verkehren, soll kostenlos möglich sein. Die nachfragenden Nutzer sollten über die Verbandsgemeindeverwaltung eine entsprechende Jahreskarte erhalten.
    • Touristen, die eine Mindestzeit im Mittelrheintal verweilen, sollten über eine Bonuskarte (z.B. Rheintaler oder Mittelrheincard) eine vergünstigte oder kostenfreie Nutzung der Fähren erhalten.
    • Der Fährbetrieb soll sich einer ändernden Nachfrage anpassen.

    Sollte sich nach mehrjährigem Betrieb herausstellen, dass der Fährbetrieb an seine Grenzen stößt, kann dann immer noch über eine Erweiterung des Fährangebotes nachgedacht werden.


    Dies hat folgende Vorteile:

    • Eine sofortige Umsetzung ist möglich. Die Bürger haben den unmittelbaren Nutzen.
    • Die Kapitalbindung ist relativ gering.
    • Man kann die Angebote kurzfristig dem Bedarf anpassen.
    •  Eine Gefährdung des Status Weltkulturerbe ist nicht zu befürchten.

    Der Mittelrhein ist eine historisch gewachsene Natur- und Kulturlandschaft, die einzigartig und schützenswert ist. Er war die Wiege des deutschen Tourismus.

    Zwischen Bingen und Koblenz gab es nie eine Brücke. Die Fähren sind als Kulturgut ein wichtiger Bestandteil des Weltkulturerbes Mittelrhein und eine touristische Attraktion in Europa.

     



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